Die Natur schlägt zurück
Die Verbreitung und rapide Zunahme von Allergien
sind nach Meinung der Experten dadurch entstanden, dass sich
immer mehr Fremdstoffe in der Atemluft und den Lebensmitteln befinden
und dass der menschliche Organismus diese Flut von synthetischen
Stoffen nicht verkraften kann, u. a. weil ihm dazu die entsprechende
genetische Erfahrung fehlt. Der Körper reagiert schließlich
mit blinden und willkürlichen Abwehrreaktionen. Das betrifft
vor allem die natürlichen Stoffe und Lebensmittel, also jene
Stoffe, die dem Organismus durch seine genetische Geschichte bekannt
sind.
In diesem Zusammenhang wird oft gefragt, ob
nicht auch Naturmatratzen Allergien auslösen können.
Da die in den Matratzen verwendeten Naturmaterialien aber weder verzehrt
werden noch ausdünsten und mit Ausnahme des Baumwollbezuges
auch nicht mit der Haut in Berührung
kommen, kann diese Frage verneint werden.
Es bleibt aber der Verdacht bestehen, ob die
verwendeten Materialien die Hausstaubmilben-Allergie begünstigen
können. Dahinter steht meistens die unausgesprochene Annahme,
dass sich Milben in den Naturfasern aufhalten könnten,
weil sie hier genug zu fressen finden. Auch hier kann widersprochen werden,
da die
Hausstaubmilben weder Wolle noch Roßhaar noch Baumwolle verzehren,
sondern vielmehr die menschlichen Hautschuppen, und das auch nur dann, wenn
diese schon angesäuert bzw. von Schimmelpilzen aufgespalten wurden.
Von daher sollte der auf den Kot der Hausstaubmilbe allergisch reagierende Mensch
vor allem darauf achten, dass die Hautschuppen gar nicht erst in der Matratzen
gelangen können.
Bettwäsche wechseln und Matratzen tagsüber
nicht abdecken
Die einfachste Maßnahme ist es, die
Bettwäsche häufiger zu wechseln und zu waschen als üblich.
Bei empfindlichen Personen sollte dies täglich geschehen,
denn so kann man den Milben auf einfache Weise ihre Existenzgrundlage
entziehen.
Außerdem sollte die Matratze tagsüber nicht abgedeckt
werden, um die Matratze "auszutrocknen" und so die Überlebensbedingungen
der Milben zu erschweren. (Siehe auch im Glossar unter Hausstaubmilben sowie in den Schlafnotizen).
Staubdichte Bezüge und Allergikerbezüge
aus Kunstfasern
Bei akuter Hausstauballergie empfiehlt es sich,
Matratzenbezüge
zu verwenden, die staubundurchlässig sind, sich leicht abnehmen und bis
zu 90 Grad waschen lassen. Diese sogenannten „Encasings“ sind generell
aus synthetischen Fasern und schränken leider die Durchlüftung
der Matratze ein.
Neem-Öl und Benzylbenzoat
Als weiteres Schutzmittel gegen Hausstaubmilben
werden das Öl
vom Neembaum (auch Niembaum genannt) sowie Benzylbenzoat empfohlen. Neem hat
verschiedene Inhaltsstoffe, die eine Freßhemmung bewirken und den Wirkstoff Azadirachtin,
der die Fortpflanzung von Insekten unterbindet.
Benzylbenzoat wird aus Zimtbaumrinde
sowie aus Perubalsam hergestellt und bewirkt die Abtötung von Milben.
Leider
dringen Sprays aus Benzylbenzoat oder Neemöl nicht allzu tief in die Matratze
ein und können
natürlich auch nicht den schon vorhandenen allergieauslösenden Kot
der Milben reduzieren oder zerstören.
Auf Kundenwunsch lassen wir die
inneren Materialien der Matratzen schon bei der Fertigung mit Neemöl vorbehandeln
um das Einnisten von Hausstaubmilben in der Matratze zu erschweren. Eine Garantie über
eine langfristige Wirkung können wir allerdings nicht geben, da die in die
Matratze gelangenden Hautschuppen von dem eingebrachten Mittel wahrscheinlich
nur eingeschränkt
imprägniert werden.
Vielleicht sind die Ängste vor den Hausstaubmilben auch etwas
übertrieben. Lesen Sie dazu unsere Notiz "Hausstaubmilben
gesucht".
Latex-Allergie
Latex ist bekannt als Auslöser einer Kontaktallergie,
z. B. bei der ständigen Verwendung von Latexhandschuhen. In
den Matatratzen ist der Latexkern jedoch so integriert, dass selbst
ein indirekter Hautkontakt ausgeschlossen werden kann.
Wir möchten darauf hinweisen, dass unseres Wissens nicht
ein Fall bekannt wurde, bei dem durch den Latexkern einer Matratze
eine Allergie ausgelöst worden ist.
Vertiefende Informationen über Allergien und Schimmel finden Sie in unserem Archiv.
Schadstoffkontrolle
Wie auch bei anderen ökologisch orientierten
Unternehmen in dieser Branche werden die Rohmaterialien der Matratzen
regelmäßig auf Schadstoffe untersucht. Das Hauptaugenmerk
bei Schafschurwolle und Roßhaar sind die Organchlorpestizide,
bei Kokosfasern das Pentachlorphenol und bei Naturlatex die Nitrosamine.
Bei den Bezugsstoffen wird außerdem auf Formaldehyd kontrolliert.
Darüber hinaus werden die Materialien auf flüchtige organische
Verbindungen untersucht, das sind Kohlenwasserstoffe, halogenisierte
Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Ester, Ketone usw.
Um die Objektivität der Schadstoffkontrolle
zu gewährleisten, hat unser Matratzenlieferant diese Aufgabe
dem TÜV Rheinland, Berlin Brandenburg übertragen. Den
Matratzen wurde vom TÜV das "Toxproof-Zertifikat"
verliehen.
Weitere Informationen über das Toxproof-Siegel finden Sie auf der Webseite der Matratzenmanufaktur boyboks
unter Toxproof und unter Konzeption.
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