Forscher der TU München haben eine Spur für ständige Zunahme allergischer
Krankheiten gefunden. Autoabgase und industrielle Feinstäube gehörten
zwar schon immer zum Kreis der Verdächtigungen, nun ist es aber den Wissenschaftlern
Pöschl und Weller gelungen, einen konkreten Nachweis zu finden. Nicht der
Wintersmog und das dabei freigesetzte Schwefeldioxyd scheinen die Ursache
zu sein, sondern Stickoxyde und Ozon. Denn die Verbindung von Stickoxyden mit
Ozon bildet ein hochreaktives Produkt (NO3), dass wiederum mit dem im Feinstaub
der Luft befindlichen Proteinen reagiert und diese „nitriert“.
Diese veränderten (nitrierten) Proteine wirken allergiefördernd und
sensibilisierend auf den menschlichen Organismus.
Die Forscher haben nun nachgewiesen, dass sich im Staub der
Stadtluft zwischen 0,01-0,1 % nitrierte Proteine finden lassen. Das scheint wenig
zu sein, dürfte jedoch erheblich zur Entwicklung von Allergien beitragen.
Von daher ist es notwendig, weitaus größere Anstrengungen als bisher
zu unternehmen, um die Emission von Stickoxyden bei den Kraftfahrzeugen zu verringern.
Quelle: FAZ vom 02.03.05 / Die Welt.de vom 02.03.05
Dieses Ergebnis stieg während der Hauptpollensaison sogar
noch an (32 Prozent weniger Symptome und 41 Prozent weniger Medikamente). Die
Patienten nahmen zudem eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität
wahr. Die Allergieimpfung wird von Fachärzten und in Allergieambulanzen
nach eingehender Diagnose durchgeführt.
Quelle: Pressetex Austria vom 04.05.2004
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