Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Henry Ford Health System gekommen. Derzeit
ist noch nicht erforscht, warum es zu dieser Risikosteigerung kommt. Das Team
geht jedoch davon aus, dass Antibiotika zum Teil für das stetige Ansteigen
von Asthma-Erkrankungen in der westlichen Welt sind.
Kinder, die im ersten halben Lebensjahr mit Antibiotika behandelt
wurden, erkrankten mit 2,6 fach höherer Wahrscheinlichkeit an einem allergischen
Asthma. Bei der Einnahme von Breitbandantibiotika steigerte sich die Wahrscheinlichkeit
auf 8,9 fach. Die leitende Wissenschaftlerin Christine Johnson geht laut New
Scientist (http://www.newscientist.com) davon aus, dass diese Medikamente die
Entwicklung des Immunsystems beeinträchtigen. Durch die Veränderung
der Bakterienkulturen im Darm könnte es für das Immunsystem schwerer
zu erkennen sein, welche Bakterien schädlich sind und welche nicht.
Je häufiger die Antibiotika verabreicht wurden, desto
höher wurde auch das Asthmarisiko. Bekannte Risikofaktoren, wie eine asthmakranke
Mutter oder das Vorhandensein von weniger als zwei Haustieren, schienen diesen
Effekt noch zu verstärken. Bei einem Kind, das Breitbandantibiotika einnahm
und keine Haustiere hatte, erhöhte sich das Risiko auf das 11,5 fache, wie
Johnson auf dem derzeit in Wien stattfindenden Kongress der European Respiratory
Society (http://www.ersnet.org/0/0/0.asp) berichtete.
Die Wissenschaftler begleiteten 448 Kinder von der Geburt
bis zum siebenten Geburtstag medizinisch. In regelmäßigen Abständen
wurde der Gesundheitszustand der Teilnehmer überprüft. Fast die Hälfte
der Kinder erhielt in den ersten sechs Lebensmonaten Antibiotika. Einem Viertel
wurden sie ein zweites Mal verschrieben, einem Fünftel drei Mal oder noch
häufiger. Die Auswertungen zeigten, dass 21 Kinder an Bronchialasthma erkrankten,
bei dem Anfälle durch Umweltreize ausgelöst werden.
Quelle: pte vom 01.10.2003
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