Eine schwedische Studie der Universität Umea an etwa 1000 Personen im
Alter zwischen 35 und 80 Jahren hat im Zeitraum von 10 Jahren 600 Menschen mit
Schmerzen und 400 ohne Schmerzen verglichen. Die Studie ergab, dass die Gedächtnisleistung
bei Rücken- und Nackenschmerzen bis zu 5 % schlechter sind als in der Vergleichsgruppe. „Menschen,
die unter Schmerzen im Rücken oder Nacken leiden, haben ein schlechteres
Kurz- und Langzeitgedächtnis sowie ein niedrigeres Problemlösungsvermögen
im Vergleich zu Menschen ohne Schmerzen“ berichtet der Leiter der Studie
Stefan Söderfjell.
Nach unserer Auffassung (bios affair) sind diese 5 %
eigentlich gar kein so schlechtes Ergebnis, sondern eher ein Beweis der Stärke des menschlichen
Geistes, wenn man bedenkt, wie viel Aufmerksamkeit, Konzentration und Anstrengung
es erfordert, mit Schmerzen zu leben, die täglichen Probleme des Lebens
zu lösen
und sich dazu noch wissenschaftlichen Tests zu unterziehen.
Die Gruppe um Söderfjell konstatierte außerdem,
dass Schmerzen mit zunehmendem Alter die Fähigkeit, Sachverhalte
verbal aufzunehmen, merklich beeinflussen können. Bei den 70- bis 80jährigen
Schweden stellte die Untersuchung eine 10-prozentige Verschlechterung der verbablen
Aufnahmefähigkeit
im Vergleich zu der gleichen Altersgruppe ohne Schmerzen fest.
Focus online vom 11.10.2005
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