Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (http://www.bfs.de) weist in einer
neuen Broschüre darauf hin, dass drei Viertel der in Deutschland erhältlichen
Mobiltelefone für Jugendliche nicht zu empfehlen sind. Der so genannte SAR-Wert,
der die Leistung angibt, die beim Telefonieren vom Kopf absorbiert wird, liegt
bei diesen Geräten über dem empfohlenen Grenzwert von 0,6 Watt pro
Kilogramm.
Heranwachsende reagieren empfindlicher auf elektromagnetische
Strahlungen, da sich ihr Nervensystem noch in der Entwicklung befindet und ihre
Schädeldecke dünner ist als bei Erwachsenen. Das BfS empfiehlt deshalb,
vor dem Kauf eines neuen Gerätes die Broschüre "Mobilfunk: Wie
funktioniert das eigentlich" gratis zu bestellen oder downzuloaden (http://www.bfs.de/elektro/papiere/brosch_mobilfunk.html)
.
Das BfS führt in regelmäßigen Abständen
Erhebungen der SAR-Werte von markenüblichen Handys durch. Die letzte Erhebung
vom November 2003 umfasste insgesamt 273 Geräte von 18 verschiedenen Herstellern.
Der SAR-Wert der meisten in Deutschland erhältlichen Handys kann auf der
Internetseite http://www.bfs.de/elektro/hff/oekolabel.html überprüft
werden.
Beim Telefonieren mit dem Handy tritt im Kopf eine Absorption
hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf, die durch die so genannte spezifische
Absorptionsrate (SAR), einem Maß für den auf die Gewebemasse bezogenen
Leistungsumsatz (W/kg), quantifiziert wird. Als Grenzwert gilt in Deutschland
0,6 W/kg, eine Empfehlung der Strahlenschutzkommission, der sich auch der EU-Rat
angeschlossen hat.
"Ich halte es für nicht nachvollziehbar, dass der
SAR-Wert immer noch nicht direkt auf dem Gerät angegeben wird und nur in
der Bedienungsanleitung zu finden ist", zeigt sich der Pressesprecher des
BfS Dirk Daiber erstaunt. Aufgrund einer möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung
sollte der SAR-Wert deshalb für Eltern ein wichtiger Orientierungspunkt
sein, wenn sie ihren Kindern ein neues Handy kaufen.
Quelle: pressetext.deutschland vom 12. Dez. 2003
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