Die elektromagnetischen Felder von Mobilfunkanlagen liegen weit unterhalb der
gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Zu diesem übereinstimmenden Ergebnis
kommen aktuelle Messreihen in Österreich, Deutschland, Großbritannien
und der Schweiz. In allen vier Ländern gelten bezogen auf alle hochfrequenten
Immissionen die international anerkannten Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) und der Europäischen Union (EU). Sie liegen bei einer elektromagnetischen
Leistungsflussdichte von 10 Watt/m? für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS,
9 Watt/m? für GSM-1800 MHz und 4,5 Watt/m? für GSM-900 MHz.
In Hessen wurde vom TÜV Nord im Auftrag des deutschen
Informationszentrums Mobilfunk (IZMF) eine landesweite Messreihe durchgeführt.
Die gemessenen Werte erreichten - auch nach Inbetriebnahme der neuen UMTS-Mobilfunknetze
- nur ein Hundertstel bis ein Tausendstel des gesetzlich zulässigen Rahmens.
An den über 100 Messpunkten fanden die TÜV-Ingenieure Mobilfunkfelder
in nur minimaler Höhe. Selbst der größte ermittelte Wert in Hessen
erreichte bezogen auf die Leistungsflussdichte nur 1,3 Prozent des gültigen
Grenzwertes. Die Mehrheit der Messwerte lag unterhalb von 0,1 Prozent. Dazu Prof.
Dr. med. Thomas Eikmann, Direktor des Instituts für Umweltmedizin an der
Justus-Liebig-Universität in Gießen: "Angesichts der geringen
gemessenen Feldstärken unterhalb der gültigen Grenzwerte besteht kein
wissenschaftlich begründeter Verdacht auf Gesundheitsrisiken." Die
Messreihe unter Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums für Umwelt,
ländlichen Raum und Verbraucherschutz zeigte zudem, dass andere Funkquellen
wie etwa TV- und Radiosender zum Teil deutlich höhere Immissionen als Mobilfunkanlagen
erzeugen.
Ein vergleichbares Bild bringen auch die Ergebnisse von Messreihen
in der Schweiz und in Großbritannien: Bei aktuellen Messungen des Forum
Mobil in Zürich, Schaffhausen, Luzern und St. Gallen wurden die Grenzwerte
ebenfalls sehr deutlich unterschritten, auch an so genannten "Orten mit
empfindlicher Nutzung", für die in der Schweiz niedrigere Anlagengrenzwerte
gelten. In Großbritannien veröffentlichte die Britische Strahlenschutzbehörde
NRPB vor kurzem die Resultate von Immissionsmessungen in der Umgebung von Mobilfunkanlagen.
Die dabei ermittelten Werte schöpften fast durchwegs weniger als 0,1 % des
zulässigen Grenzwertes aus.
In Österreich wurde jüngst eine Erhebung von Mobilfunkimmissionen
in der Steiermark der Öffentlichkeit präsentiert. Über drei Jahre
hinweg wurde im Umfeld von Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und
Altersheimen gemessen. Dabei lag der höchste gemessene Wert im Frequenzband
900 MHz lediglich bei 0,00125 Watt/m? Leistungsflussdichte, das ist um das 3.600fache
niedriger als der in Österreich geltende Grenzwert von 4,5 Watt/m?. Dazu
FMK-Pressesprecher Thomas Faast: "Dass die gemessenen Werte die geltenden
Grenzwerten nur zu so einem geringen Teil ausschöpfen, ist kein Argument
dafür, dass diese Grenzwerte zu hoch angesetzt sind. Denn diese wurden nach
nachvollziehbaren wissenschaftlichen Kriterien erarbeitet. Die jetzt in mehreren
Messreihen gewonnenen Ergebnisse sind deshalb äußerst positiv zu bewerten
und machen uns noch sicherer, dass von Mobilfunk keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen
ausgehen - umso mehr, als die geltenden Grenzwerte darüber hinaus noch einen
50fachen Sicherheitsfaktor enthalten."
Forum Mobilkommunikation
Das Forum Mobilkommunikation (FMK) ist die Brancheninitiative aller österreichischen
Mobilfunkbetreiber, der Mobilfunkindustrie und des Fachverbandes der Elektro-
und Elektronikindustrie (FEEI). Es beschäftigt sich intensiv mit dem Thema "Mobilfunk
und Gesundheit" und mit allen Fragen, die mit dem Aufbau der österreichischen
Mobilfunknetze zusammenhängen.
Quelle: pressetext.austria vom 29. Juli 2004
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