"Eine Gruppe von Ärzten in Naila hat unter der Federführung von
Dr. med. Horst Eger eine statistische Auswertung von Patientenunterlagen im Hinblick
auf Krebsfälle in der Umgebung eines Mobilfunksendemasten vorgenommen. Die
Ergebnisse dieser Studie wurden erstmals am 21.07.2004 von der Ärztegruppe
im Rahmen eines Vortrags auf einer Bürgerversammlung in Naila vorgestellt."
"Die Studie zeigt eine etwa doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit
für Krebsneuerkrankungen im Nahbereich einer Basisstation im Vergleich zum
Fernbereich (1994 - 2004), wobei in den ersten 5 Jahren des Sendebetriebs keine
signifikante Erhöhung beobachtet wurde, im Zeitraum 1999 - 2004 also nach
5 Jahren Betriebszeit jedoch ein dreifach signifikant erhöhtes Krebsrisiko."
Das BfS hat die Studie umfassend geprüft und konnt aufgrund
von Mängeln bei der Erhebung und der Auswertung der Studie zu dem Schluss,
dass die Aussagekraft sehr begrenzt ist.
Fazit des des Bundesamtes:
"Trotz vorhandener Schwächen der Nailaer Mobilfunkstudie wird der Einzelbefund
eines möglicherweise dreifach erhöhten Krebsrisikos vom BfS ernst genommen.
Auch im Kontext zu anderen vereinzelten Hinweisen auf möglicherweise erhöhte
Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk führt das BfS ein umfangreiches Forschungsprogramm
zu Mobilfunk durch. Mit einem Aufwand von 17 Mio. EURO werden annähernd
50 Forschungsvorhaben, aus dem Bereich Biologie, Dosimetrie und Epidemiologie
im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms gefördert. Eine Übersicht
zu den Studien und zu den jeweiligen Zwischenergebnissen ist im Internet unter
der Adresse http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung zu
finden. Darunter sind vier große Forschungsvorhaben aus dem Bereich Epidemiologie,
die sich konkret der Frage Krebserkrankungen im Zusammenhang mit Mobilfunk widmen,
sowie Projekte aus der Dosimetrie, die sich mit der Bestimmung der Exposition
der Bevölkerung durch die Felder von Mobilfunkbasisstationen beschäftigen."
Den Originaltext der Veröffentlichung vom 14.02.05 finden
Sie unter:
http://www.bfs.de/elektro/papiere/Stellungnahme_Naila
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