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Immer mehr Pestizide im Essen zugelassen

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In den letzten fünf Jahren wurden die gesetzlich erlaubten Höchstmengen für Pestizidrückstände in Obst, Gemüse und Getreide deutlich angehoben.

Im Jahr 2000 gab es immerhin 177 Anhebungen, im Jahre 2003 dagegen waren es schon 319 Anhebungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie „Pestizide am Limit“ von Greenpeace.

Zu den zehn Pestiziden, bei denen der Grenzwert am stärksten angehoben wurde, gehören acht besonders gesundheitsgefährdende Argrar-Gifte, die u. a. Krebs auslösen können, das Hormonsystem beeinflussen und Gewässerorganismen schädigen.

Insgesamt wurde in 59 % der pflanzlichen Lebensmittel das zulässige Pestizidlimit erhöht und nur in 41 % abgesenkt. Außerdem fielen die Anhebungen der Grenzwerte stärker aus  als die Absenkungen. Zum Beispiel wurde der Höchstwert für das als potenziell krebserregend eingestufte Pilzgift Clorthalonil in Hopfen um das 5000fache heraufgesetzt. Bei Bananen wird den Verbrauchern im Schnitt die zusätzliche Aufnahme von jährlich 300 Milligramm Pestiziden pro Kopf zugemutet.

Eigentlich müssten nach dem von der EU angestrebten Vorsorgeprinzip die gesetzlichen Pestizidgrenzwerte in allen Lebensmitteln – wie bei Babynahrung – auf 0,001 mg/kg  abgesenkt werden. Allein in Deutschland werden pro Jahr über 30 000 Tonnen Pestizide verspritzt.

Quelle: „Wohnung + Gesundheit“ Nr. 114 /2005

 

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