Durch Rauchen erhöht sich bekanntermaßen ein erhöhtes
Risiko an Herz, Lunge und den Gefäßen zu erkranken.
Forscher der Universitätsklinik Heidelberg des Mannheimer
Instituts für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin haben nun
bei der Auswertung einer Studie des Robert-Koch-Instituts entdeckt, dass durch
Rauchen das Risiko an chronischen Rückenleiden zu erkranken, ebenfalls deutlich
erhöht.
Bei der Analyse stellte sich heraus, dass nicht das Einstiegsalter
ins Rauchen und die Höhe des Konsums für das Auftreten von Rückenbeschwerden
maßgeblich ist, sondern die Dauer des Zigarettenkonsums: Je länger
ein Raucher raucht oder ein ehemaliger Raucher geraucht hat, desto größer
ist das Risiko für ein Rückenleiden.
Allerdings ließ sich der Zusammenhang zwischen Rückenleiden
und Rauchen nicht eindeutig klären: "Ob Rauchen die Ursache für
Rückenschmerzen ist oder ob Rauchen und Rückenschmerzen beides Folgen
eines ungesunden psychosolzialen Lebensstils sind, wissen wir nicht", meinte
Professor Schiltenwolf von der Universitätsklinik Heidelberg. Fatal sei
natürlich, wenn die Menschen, die an Rückenschmerzen leiden, gerade
deswegen rauchen, um damit die Schmerzen zu lindern.
Auf die Frage, wie nun das Rauchen Rückenschädigungen
verursachen kann, verwies Prof. Schiltenwolf auf das Nikotin, das eine Verengung
der Blutgefäße bewirke.
Eine mangelnde Versorgung der Knochen und eine schlechtere
Durchblutung der Rückenmuskulatur könne natürlich dazu führen,
dass der Rücken instabiler wird und sich dann ein Leiden einstellt.
Quelle: Welt online 11.06.2008
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