Der Barmer-Gesundheitsreport 2008 kommt zu dem Schluss,
dass die Zahl chronisch Rückenkranker mit dem Alter deutlich ansteigt. Zwischen
41 und 59 Jahren machen die „Muskel-Skelett-Erkrankungen“ 60,2 Prozent
der Fehlzeiten aus, bei den Berufstätigen bis 29 Jahre sind es dagegen nur
5,1 Prozent.
Auffällig ist auch, dass sich die „Muskel-Skelett-Erkrankungen“ von
2006 auf 2007 um 10 Prozent erhöht haben.
Interessant ist auch die Unterteilung in Risikogruppen:
Akute Rückenschmerzen (Krankheitsdauer bis 6 Wochen) machen 90,4 Prozent
aus.
Subakute Rückenschmerzen (Krankheitsdauer zwischen 6 und 12 Wochen) haben
einen Anteil von 4,8 Prozent.
Und chronische Rückenschmerzen (länger als 12 Wochen) betragen ebenfalls
nur 4,6 Prozent der Rückenerkrankungen.
Die Hälfte der Krankschreibungen aufgrund von „Muskel-Skelett-Erkrankungen“ gehen
auf „unkomplizierte Rückenschmerzen“, d. h. auf Einzeldiagnosen
Rückenschmerzen (44,1%) und unspezifische Rückenerkrankungen (5,4%)
zurück.
Die Betroffenen leiden dabei unter Rückenschmerzen, ohne
dass ein krankhafter organischer Befund an der Wirbelsäule oder den Bandscheiben
diagnostiziert wurde. Insbesondere bei Erwerbstätigen mit unkomplizierten
Rückenschmerzen haben Präventionsmaßnahmen, wie Rückenschulen,
Sport und Bewegung eine hohe Wirksamkeit.
Quelle: Pressemitteilung der Barmer Ersatzkasse 02.07.2008
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