Frauen, die in der Schwangerschaft nur zwei- bis dreimal täglich mit dem
Mobiltelefon telefonieren, erhöhen nach einer Studie von Wissenschaftlern
der University of Los Angeles und der Universität von Aaarhus das Risiko,
dass ihre Kinder Verhaltensstörungen entwickeln.
Bei der Studie wurden Daten von mehr als 13.000 dänischen Kindern aus den
90ger Jahren ausgewertet. Zu dieser Zeit waren die Handys noch nicht so weit
verbreitet, dass ein Vergleich mit Müttern, die nicht oder nur selten das
Handy benutzten, noch möglich war. Die Untersuchung erstreckte sich bis
zum siebten Lebensjahr.
Nach dieser Studie ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder
Verhaltensstörungen entwickeln, wie zum Beispiel Hyperaktivität, um
50 % höher als bei den Vergleichskindern.
Die Wahrscheinlichkeit für Verhaltensstörungen erhöhte
sich außerdem bis auf 80 %, wenn das Handy noch intensiver genutzt wurde.
Die Wahrscheinlichkeit emotionale Störungen oder Hyperaktivität zu
entwickeln, liegt bei den betroffenen Kindern jeweils um 35 % höher. Um
34 % erhöhten sich die Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen und um 49 %
erhöhten sich Verhaltensprobleme.
Bei Raucherinnen und bei psychischen Familienproblemen während
der Schwangerschaft ist die Korrelation zwischen Handynutzung und Verhaltensstörungen
noch deutlicher hervorgetreten.
Die Wissenschaftler weisen aber darauf hin, die Interpretation
der Studie mit Vorsicht erfolgen sollte, denn es könnte vielleicht noch
andere Erklärungen für die festgestellte Wechselwirkung geben.
Quelle: Heise online, 19.05.2008
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