Nach einer Studie des Helmholtz Zentrums München
haben Kinder, die in der Nähe von stark befahrenen Straßen aufwachsen
ein 50 % höheres Risiko an Allergien, asthmatischer Bronchitis und Heuschnupfen
zu erkranken im Vergleich zu Kindern, die in verkehrsberuhigten Stadtvierteln
wohnen. Das gleich gilt auch für die Bildung von Ekzemen.
In ihrer Studie legten die Wissenschaftler unter Leitung von
Joachim Heinrich nicht nur die Entfernung der Wohnung zu verkehrsreichen Straßen
zugrunde, sondern auch die für die jeweiligen Wohnadressen ermittelten Werte
der Luftbelastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid.
Die Untersuchung wurde in München an 3000 Kindern vom
Zeitpunkt der Geburt bis zum sechsten Lebensjahr durchgeführt.
Die Kinder wurden regelmäßig untersucht und im Alter von sechs Jahren
auf Antikörper gegen häufige Allergene getestet.
Dabei konnte nachgewiesen werden, dass mit zunehmender Feinstaubbelastung
die Pollenallergien und asthmatische Bronchitis zunahmen, während die Ekzeme
durch erhöhte Stickstoffbelastung zunahmen.
Quelle: Ärzte Zeitung online vom 01.07.2008
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