Aus Liebe zum Holz - ein Bett aus Massivholz
Warum wir für das Bett Massivholz nehmen? Weil Massivholz eigenwillig ist, individuellen Charakter hat und sehr ästhetisch wirken kann, durch seine Struktur, durch Übergänge von Kernholz zu Splintholz, durch die vom Schnitt abhängige Darstellung der Jahresringe, durch die zarten Markstrahlen, die im Längsschnitt als Spiegel erscheinen. Ein Bett aus Massivholz hat also immer eine einzigartige Struktur.
Massivholz ist aber nicht nur ein interessantes Material, sondern zeigt auch immer ein Stück der Geschichte des Baumes, von dem das Holz stammt. Am Massivholz kann man je nach Schnitt erkennen, wie der Baum gewachsen ist, wo er belastet oder bedrängt wurde, wo er Äste gebildet hat und wann er seine guten und seine schlechten Jahre hatte. Ein Bett aus Massivholz zeugt also auch von der Lebensgeschichte der verwendeten Bäume.
"Massivholz lebt"
Massivholz nimmt Feuchtigkeit auf und gibt Feuchtigkeit ab, baut Spannungen auf und baut Spannungen ab, man sagt daher, Massivholz arbeitet. Wir finden es schöner, wenn man sagt, Massivholz lebt.
Die Lebendigkeit des Massivholzes ist aber die Last der Schreiner und Holzverarbeiter, denn niemand mag es, wenn sich z. B. massive Betten, also Betten aus Massivholz biegen, drehen oder verziehen.
Um dem vorzubeugen, kann man für Möbel und Betten Massivholz dämpfen
(um Spannungen heraus zu nehmen). Außerdem ist es für Möbel üblich, das Holz in größere Stücke zu schneiden und dann wieder so zusammen zu leimen, dass sich die widerstrebenden Kräfte ausgleichen können. Ein Bett aus Massivholz zeugt auch von der Kunst des Schreiner die widerstrebenden Kräften des Holzes harmonisch zusammen zu fügen.
Eine ganz andere Methode ist es, das massive Holz in dünne Platten aufzuschneiden und diese dann wechselseitig und quer zueinander zu verleimen. Das Ergebnis nennt man dann Sperrholz und nicht mehr Massivholz, denn das Holz nicht mehr in seiner gewachsenen Struktur vorhanden.