Ein bewegungstherapeutisch orientiertes Beratungskonzept / Teil 4
bios affair - Betten in Frankfurt / Rhein-Main  

4. Entlastende Bewegungen statt einseitige Belastungen


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1. Wir stehen, gehen und sitzen - wissen aber nicht wi
e
2. Sitzen ist komplizierter als Stehen
3. Aufrechtes Sitzen belastet die Bandscheiben stärker als entspanntes Stehen
4. Entlastende Bewegung statt einseitige Belastung
5. Die Augen steuern den Kopf
6. Eine neue Generation von Sitzmöbeln

Die einzige Möglichkeit, die wir haben, um den Rücken zu stärken und ihn gesund zu halten, ist Bewegung. Außer der Notwendigkeit, sich generell mehr zu bewegen und das so vielseitig wie möglich, sollte die tägliche Dauer-Sitzzeit verringert und, so oft es geht, unterbrochen werden.

Es gibt auch Möglichkeiten, sich während der Sitzperioden zu entlasten, z. B. durch einen abwechslungsreichen "Missbrauch des Stuhles": Knien Sie mal auf Ihren Stuhl oder setzen Sie sich verkehrt herum darauf. Setzen Sie sich nur mit einer Gesäßhälfte auf den Stuhl und lassen die andere hängen. Probieren Sie auch mal verschiedene "Lümmelstellungen" durch, um Gegenbewegungen zu der üblichen Haltung zu finden. Gehen Sie dabei aber mit Gefühl und Aufmerksamkeit vor. Falls Sie Schmerzen oder taube Bereiche im Rücken verspüren, lassen Sie sich von diesen leiten. Darüber hinaus empfehlen wir, an bewegungstherapeutischen Schulungen teilzunehmen, insbesondere an Feldenkrais-Bewegungen. Die Feldenkraislehre ist eine Lernmethode, die dem Nervensystem neue Bewegungsmuster vermittelt. Es geht dabei nicht, wie schon eingangs ausgeführt, um Übungen im herkömmlichen Sinne, sondern um das Erlernen von Alternativen in der spontanen muskulären Organisation. Herkömmliche Krankengymnastik, Stretching oder ähnliches hat nichts damit zu tun.(x) Bewegung ist nicht nur im Stehen, im Gehen und im Laufen möglich, sondern auch im Sitzen.

4.1  Kleine Übung im Sitzen

So kann man lernen, auch im Sitzen seine Wirbelsäule unterschiedlich zu belasten, z. B., indem man spielerisch die Schwere abwechselnd auf den linken und den rechten Sitzknochen verlagert. Voraussetzung dafür ist aber, dass man auf einem festen und ebenen Untergrund sitzt. Wir möchten Ihnen noch eine weitere, sehr wirkungsvolle Übung zur Mobilisierung der Rückenmuskulatur empfehlen: Setzen Sie sich dazu auf die Kante eines möglichst ebenen Stuhls und zwar so, dass die eine Hälfte des Gesäßes seitwärts über die Sitzfläche hinausragt. Heben Sie nun diese Beckenhälfte etwas an und senken diese dann langsam wieder auf das normale Niveau ab. Wiederholen Sie diese Bewegung fünf- bis zehnmal, und beginnen Sie dann damit, die Beckenhälfte nach unten zu senken, um sie danach wieder in die mittlere Stellung zu bringen (auch fünf- bis zehnmal). Beachten Sie dabei die Bewegungen des Kopfes, vielleicht "wollen" diese die Beckenbewegung unterstützen. Abschließend verbinden Sie die beiden Bewegungsabläufe zu einer einzigen Bewegung. Wenn Sie diese Übung danach auch mit der anderen Beckenhälfte durchführen, wird Ihr Rücken wieder mehr Leichtigkeit haben.

Teil 5: Die Augen steuern den Kopf

(x) ein anderer erfolgversprechender Ansatz ist das medizinische Krafttraining der unteren Rumpfmuskulatur (Siehe im Archiv)

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