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Der "organische Weg" und
der "mechanische Weg" |
Dynamische
Entspannung |
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Statische
Entlastung |
| Erholung ist ein Prozeß, vollständige
Spannungslosigkeit dagegen bedeutet Stillstand. Der Erholungsprozeß wird
eingeleitet durch Entlastung und Bewegung. Es handelt sich dabei um ein komplexes
Zusammenspiel zwischen Muskeln, Bändern, Bindegewebe und Zentralnervensystem. |
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Orientiert an der Fiktion einer "anatomisch
richtigen Lagerung" versuchen die "bio-mechanisch" orientierten
Konstrukteure eine systematische Entlastung zu schaffen. Der Körper soll
so tief in die Matratze einsinken, dass er Punkt für Punkt gleichmäßig
abgestützt wird. |
Bewegung
im Schlaf |
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Passivität |
| Im Schlaf finden nicht nur die Erholungsprozesse
des vegetativen Organismus statt. Auch die Bewegungsorgane sind bestrebt, sich
neu zu organisieren. Und eine Neuausrichtung der muskulären Abläufe
ist ohne Bewegung nicht möglich. Die Matratzen, die nach dem Konzept des "Dynamischen
Liegens" gefertigt werden, unterstützen diesen natürlichen Bewegungsfluss und
motivieren den Körper, sich zu strecken und zu räkeln. |
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Die konsequent weiche, punktelastische Lagerung
hat den Effekt, dass der Körper vom "Boden" "abhebt" und
gewissermaßen ins Schwimmen kommt. Für eine emfindliche Puppe wäre
das sicher eine optimale Lagerung, da sie so nirgends anstoßen kann. Für
einen lebendigen Organismus aber ist dieser fehlende Bodenkontakt wenig förderlich.
Der "Bewegungsapparat" erfährt sich dadurch wie gefangen und wird
zur Passivität verurteilt. |
Postives
Feedback |
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Desorientierung |
| Das bedeutet: den Körper wahrnehmen
und ihm Orientierung ermöglichen. Je deutlicher der Kontakt mit der Unterlage
ist, desto leichter kann sich der Körper organisieren. Eine relativ feste
und ebene Unterlage vermittelt dem Körper ein klares Gefühl seiner
Konturen und Schwerpunkte. Die Unterlage wirkt dabei wie ein Spiegel für
das Nervensystem. |
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Auf einer weichen, schaumigen Matratze
verschwimmt das Gefühl der Körpergrenzen und damit verschwinden auch
die Orientierungsmöglichkeiten des Körpers. Der Körper "verliert" sich
in der Matratze. Derart "abgeschaltet" hat er keine Möglichkeiten,
sich neu zu organisieren und sich seinerseits an die Unterlage anzuschmiegen. |
Eigendynamik |
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Ruhigstellung |
| Das Konzept des "Dynamischen Liegens" geht
von der Erfahrung aus, dass sich der Rücken und der Körper insgesamt
während der Nachtruhe umstrukturieren. Das führt zu der Einsicht, dass der
Bedarf an Abstützung eine relative Angelegenheit ist, abhängig
von den Tagesbelastungen und von der Fähigkeit, sich daraus zu lösen. |
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Der Rücken hat unter diesen Bedingungen keinen
Anreiz, sich zu strecken und hat auch kaum die Möglichkeit dazu.
Selbst wenn sich der große Psoas-Muskel zwischen Lendenwirbel und Oberschenkelknochen
genügend entspannt hat, kann sich das Kreuz nicht strecken, da es infolge
der Abstützung durch die Matratze fixiert wird. |
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Stark abgestützter Rücken. Die Wirbelsäule wird
durch die Abstützung in ihrerPosition festgehalten und kann sich nicht strecken, auch
dann nicht, wenn sich die großen Psoas-Muskeln (zwischen Lendenwirbel undOberschenkelknochen)
entspannt haben.
Lagerung auf festem Untergrund. Die Wirbelsäule kann sich
strecken,
sobald sich Psoas und Rückenstrecker lockern. |
Um Missverständnisse
zu vermeiden, möchten wir betonen, dass das Konzept des "Gesund
liegen - dynamisch liegen" nicht etwa bedeutet, auf die Stützung
des Rückens zu verzichten. Es geht vielmehr nur darum, dem Rücken nicht
mehr Abstützung zu geben, als er bedarf, aber auch nicht weniger. Zu starke
Stützung blockiert den Prozeß der Re-Strukturierung, eine zu ebene
Lagerung dagegen kann unter Umständen Schmerzen hervorrufen, z. B. bei starken
Verspannungen oder bei einem ausgeprägten Hohlkreuz. Schmerzen sind zwar
oftmals Teil eines Heilungsprozesses, wenn sie aber das erträgliche Maß überschreiten,
verhärten sich die verspannten Muskelstränge und unterbinden ebenfalls
den Re-Strukturierungsprozeß.
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Ausgleichstellung:
In dieser Haltung kann die Muskulatur keinen Zug auf die Wirbelsäule ausüben,
so dass sich die Lendenwirbel uneingeschränkt strecken können.
In dieser Stellung läßt sich eine wirkungsvolle Rückenübung
ausführen. Allerdings müssen Sie sich dazu auf den Boden legen. Drücken
Sie dann mit den Fersen in den Boden, so dass das Becken etwas in Richtung
Kopf rollt (das Steißbein hebt sich). Lassen Sie dann wieder los und rollen
das Becken in Richtung Füße (das Steißbein neigt sich zum Boden).
Diese Übung wird auch Beckenschaukel genannt, sie fördert die Harmonisierung
der Wirbelsäule. Der Effekt läßt sich noch steigern, wenn man
die Schaukelbewegung langsam in diagonaler Richtung übergehen läßt,
erst zu einer Seite, dann zur anderen. |
Gesund Liegen
- dynamisch Liegen Teil 5
Die Theorie von der "bandscheibengerechten" Matratze
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