|
Formaldehyd ist ein Gas, das die Atemorgane reizt,
Allergien und verschiedene neurotoxische Wirkungen hervorruft.
Es ist eine verbreitete Chemikalie, ein Schadstoff, der sich in fast allen Innenräumen
und in vielen Textilien nachweisen lässt. Formaldehyd ist u. a. ein
Ausgangsstoff für Bindemittel, die überwiegend in Holzwerkstoffen eingesetzt
werden, bei Spanplatten, Sperrholz, Tischlerplatten, Federholzlatten für
Bettroste und dergleichen. Nach der Gefahrstoffverordnung für Holzwerkstoffe
dürfen diese Materialien keine höhere Raumluft-Konzentration als 0,1
ml/m3 abgeben. Das wird in der Regel bei den einzelnen Platten (Spanplatten der
Qualität E1) auch eingehalten. Bei einer Summierung der Werkstoffe und Platten
sowie durch die hinzukommenden Lacke, Kleber, Beschichtungen, die ebenfalls Formaldehyd
freisetzen, ergeben sich aber oftmals weitaus höhere Werte.
Die übliche Methode, die Holzoberfläche durch Melamin oder andere Beschichtungen
zu verschließen, um so die Ausdünstungen zu reduzieren, hat den nachteiligen
Effekt, dass die Ausgasungen sich dadurch über Jahrzehnte hinziehen.
Gebundenes Formaldehyd wird durch die Reaktion mit Wasser (aus der Luftfeuchtigkeit)
freigesetzt und damit beständig in die Raumluft abgegeben.
|