Eine Forschergruppe um Angelo Tremblay von der kanadischen Université Laval
hat 422 Grundschüler im Alter von von fünf bis zehn Jahren untersucht.
Resultat der Untersuchung ist, dass bei Kindern, die weniger als zehn Stunden
pro Tag schlafen, die Wahrscheinlichkeit übergewichtig zu werden, dreieinhalb
mal höher ist
als bei den Kindern, die jede Nacht zwölf oder mehr Stunden schlafen.
Bei dieser
Studie wurde auch das soziale Umfeld analysiert, wie das familiäre Einkommen,
das Bildungsniveau der Familie, die tägliche Fernsehzeit und das sportliche
Engagement.
Das Erstaunliche an dem Ergebnis ist, dass keiner
dieser Faktoren auf die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Übergewicht
einen derart großen Einfluss hat, wie die Schlafdauer.
Die Wissenschaftler wiesen daraufhin, dass der Zusammenhang
zwischen Schlafdauer und Übergewicht mit der Hormonproduktion zusammenhängt:
Durch zu wenig Schlaf sinkt der Spiegel des Hormons Leptin, welches den Stoffwechsel
anregt und Hungergefühle reduziert, während andererseits durch zu wenig Schlaf
das Hormon Ghrelin stimuliert wird, welches den Appetit anregt.
Quelle: pressetext.deutschland vom 29.03.2006
|