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Warum die Franzosen kein Federbett kennen


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Die traditionell überlieferten Betten aus dem nördlichen Teil Europas werden in der Museumsliteratur als Kasten-, Rahmen oder Zargenbetten bezeichnet. Das deutlichste Merkmal sind die hohen Seitenwände, die wohl aus klimatischen Gründen erforderlich waren,  um eine größere Menge isolierender Materialien wie Heu oder Stroh aufzunehmen. Entwickelt haben sich die Rahmen- und Kastenbetten aus den nordischen Schrankbetten.

Demgegenüber finden sich in der Überlieferung die flacheren Pfostenbetten, die aus einem Rahmen mit Brettern oder Spannbändern bestehen, der von von vier Eckpfosten getragen wird. Die Tradition der Pfostenbetten stammt aus dem mediterranen Raum. dass nun gerade in den Überlieferungen in Nordwestdeutschland und Rheinland Pfostenbetten zu finden sind, läßt sich daraus erklären, dass diese Regionen Zentren der römischen Kolonien waren.

Diese Grenze der Begegnung nordischer Betten mit mediterraner Bettkultur und die Prägekraft kultureller Traditionen zeigen sich auch daran, dass die Franzosen keine Federbett kennen und auch heute noch keine Einziehdecken verwenden, obwohl das Klima in großen Teilen Frankreichs mit dem in Deutschland zu vergleichen ist.

 

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