Wissenschaftler unter der Leitung von Seung Bong Hong an der Sungkyunkwan-Universität Soul haben entdeckt, dass Menschen mit Schlaf-Apnoe (nächtliche Atemaussetzer) in einigen Gehirnbereichen weniger graue Nervenzellen besitzen. Die sogenannte graue Hirnsubstanz im vorderen Cortex besteht aus einem Netzwerk von Gehirnzellen. Ihr werden wichtige Funktionen für kognitive und emotionale Prozesse zugeschrieben.
Bei der Studie mit 31 männlichen Versuchspersonen, die unter starker Schlaf-Apnoe litten, wurde mittels Magnetresonanztomografie das ganze Gehirn gescannt. Obwohl in verschiedenen Gehirnbereichen weniger graue Hirnsubstanz gefunden wurde, war das Gesamtvolumen der grauen Nervenzellen gleich groß wie bei gesunden Personen.
Um weitere Veränderungen der grauen Hirnsubstanz zu verhindern, sollten Personen mit starker Schlaf-Apnoe in der Nacht ein Beatmungsgerät verwenden, betonte Seung Bong Hong. Er konnte aber nicht beantworten, ob nun die Schlaf-Apnoe Ursache für die Veränderung der grauen Hirnsubstanz sei oder umgekehrt, die Veränderung der Hirnsubstanz Ursache für die Schlaf-Apnoe.
Quelle: Focus-online vom 02.02.2010
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