Es ist allgemein bekannt, dass die Indianer in Mittel- und Südamerika die Hängematte erfunden haben sollen. In Nord- und Nordostbrasilien ist die Hängematte immer noch sehr verbreitet, nicht nur bei den Ureinwohnern. Die Hängematte wurde von den Indios hauptsächlich zum Schlafen genutzt und hat ihren Benutzern nach Pascal Dibbi („Wie man sich bettet. Die Kulturgeschichte des Schlafzimmers“, Stuttgart 1989) den Spitznamen „Cabeza chata“, das heißt „Flachkopf“ eingebracht, denn sie hatte den Ruf, den Kopf während des Schlafes plattzudrücken.
Das Interessante an der Nutzung der Hängematte ist jedoch, dass die Indianer quer zur Aufhängung (Längsrichtung) darin liegen. Das hat den Vorteil, dass das Kreuz nicht durchhängt, der Körper auf einer nicht gekrümmten Achse liegt, dafür allerdings von den Seiten etwas eingeengt wird.
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