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Wieder ein Erklärungsmodell für den "plötzlichen Kindstod"

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Wissenschaftler an der University of Bristol haben entdeckt, dass es neben den Gehirnzellen, die für die normale Atmung verantwortlich sind, noch bestimmte Schrittmacherzellen gibt, die entscheidend sind für die reflexhafte Atmung. Setzt die normale Atmung aus, reagieren diese Zellen mit Nervenimpulsen, die das Schnappen nach Luft auslösen, um die Sauerstoffversorgung wieder herzustellen.

Die Forscher der Universität Bristol gehen davon aus, dass ein Mangel an diesen Zellen bzw. ein genetischer Defekt in diesen Zellen Ursache für den unerklärlichen plötzlichen Kindstod sein könnte.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Schrittmacherzellen von einem Protein abhängen, das eine kleine Öffnung in der Zellmembran entstehen läßt. Bei Sauerstoffmangel weitert sich die Öffnung und erlaubt das Eindringen von Natriumionen in die Zelle, woraufhin Impulse abgegeben werden, die das automatische Luftschnappen auslösen. Das Forschungsteam konnte nachweisen, dass die reflexhafte Atmung bei einer Blockade des Proteins nicht ausgelöst wird. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein genetischer Defekt dieses speziellen Proteins das reflexhafte Atmen verhindern könnte.
Details der Studie wurden in dem wissenschaftlichen Magazin Nature Neuroscience "http://www.nature.com/neuro" veröffentlicht.


Quelle: Pressetext.austria vom 14.02.2006

 
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