Wissenschaftler der Universität Heidelberg haben in Experimenten herausgefunden,
dass man durch das Klarträumen auch sportliche Leistungen verbessern kann.
So wurde bei einem Experiment geübt, im Traum Münzen in eine zwei Meter
entfernte Tasse zu werfen. Die Trefferquote bei den Probanden, die im Klartraum
geübt hatten, lag um 40 Prozent höher, als bei denjenigen, die nicht
an der nächtlichen Übung teilgenommen hatten.
Klarträumen oder
lucides Träumen benennt den paradoxen Zustand,
während des Schlafes „wach“ zu sein und das Träumen weitgehend
selbst steuern zu können.
Die wissenschaftliche Bestätigung für
dieses Phänomen wurde
ebenfalls von den Heidelberger Wissenschaftlern in verschiedenen Experimenten
nachgewiesen.
Das Problem ist dabei, dass der Körper während der Traumphase
(der sogenannten REM-Phase, die durch schnelle Augenbewegung gekennzeichnet ist)
weitgehend gelähmt ist.
Frühere Untersuchungen von amerikanischen Traumforschern
haben sich daher auf vorher vereinbarte Zeichen mit den Augen gestützt,
um die Existenz des Klarträumens nachzuweisen.
Die Heidelberger Forscher
haben nun nachgewiesen, dass sich Bewegungen und körperliche Aktivitäten
im Traum als feine Muskelzuckungen messen lassen. Bei schwerer Traumarbeit (Kniebeugen)
ließ sich außerdem eine erhöhte
Atemfrequenz und eine Steigerung des Herzschlages nachweisen.
Nach Auffassung
der Wissenschaftler lässt sich das Klarträumen schon
mit wenig Übung erlernen. Die Technik dazu klingt einfach: man soll sich
tagsüber mehrfach fragen, ob man träume, bis diese Frage sich fest
eingeprägt hat und schließlich auch im Traum auftaucht um dann bejaht
werden werden zu können. Außerdem soll man beim Einschlafen die Klarheit
des Bewusstseinszustandes aufrechterhalten und diesen mit in den Traum hineinnehmen
(!??)
Klarträumen soll nach Auffassung von Brigitte Holzinger vom Institut
für Bewusstseins- und Traumforschung in Wien u. a. auch hilfreich bei Albträumen
sein, wie sie in einer Studie herausgefunden hat. Die Probanden nahmen zuerst
an einer Gestalttherapie teil, die darauf abzielte, ihnen die eigenen Kräfte
zur Heilung bewusst zu machen. Anschließend wurden die Patienten in zwei
Gruppen geteilt. Eine Gruppe davon wurde anschließend im Klarträumen
geschult. Im Vergleich beider Gruppen zeigte sich, das die Klarträumer danach
besser schlafen konnte als die Kontrollgruppe.
Quelle FAZ Natur und Wissenschaft
vom 11.04.2007
Informationen zum Klartraum finden Sie unter http://de.wikibooks.org/wiki/Klartraum
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