In den Traumphasen des Schlafs (REM-Schlaf) werden nicht nur Informationen
verarbeitet, sondern auch Lösungsmöglichkeiten für zuvor gestellte
Aufgaben gefunden. Die schon länger bekannte Annahme, dass Träumen
Kreativität provoziert, wurde jetzt durch eine Studie der Psychologinnen
Sara Mednick und Denise Cai von der kalifornischen Universität San Diego
bestätigt.
Bei
der Untersuchung wurde den Versuchspersonen verschiedene kreative Aufgaben gestellt.
So sollten zu vorgegebenen Worten Analogien gesucht und außerdem
Wortreihen gebildet werden.
Die Aufgaben wurden vormittags gestellt und besprochen, die Lösungen sollte
dann nach einer zweistündigen Mittagsruhe beantwortet werden. Während
dieser Pause wurde beobachtet, ob die Probanden den angebotenen Mittagsschlaf
wahrnahmen und ob sie dabei REM-Schlaf hatten.
Die abschließende Auswertung
der Studie zeigte, dass die Probanden, die in der Mittagspause geschlafen hatten
und dabei in REM-Schlaf fielen, beim Test deutlich erfolgreicher (kreativer)
waren.
Die Psychologinnen betonten, dass die erhöhte Kreativität
durch den REM-Schlaf unabhängig von der reinen Gedächtnisleistung zustande
kam.
Die Leiterin der Untersuchung, Sara Mednick geht davon aus, dass durch
die Herausforderung der gestellten Aufgabe im Traumschlaf (REM-Phase) neue Verknüpfungen
des vorhandenen Wissens durchprobiert werden
Quelle: wissenschaft.de / focus-online
vom 09.06.2009
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