An der Universität Kalifornien haben Wissenschaftler
um Ying-He ein Gen entdeckt, das entscheidenden Einfluss auf die Schlafdauer
hat.
Im Rahmen einer Studie sind die Forscher auf eine Familie gestoßen, bei
der Mutter und Tochter im Durchschnitt nur sechs Schlaf benötigten und dennoch
immer gut ausgeschlafen waren.
Bei weiteren Untersuchungen stellte sich heraus,
dass bei ihnen eine Mutation eines Gens (DEC2) vorliegt.
Die Wissenschaftler
schätzen, dass diese Genmutation bei etwa einem Prozent der Bevölkerung
vorhanden ist und damit die gleiche Kurzschläfrigkeit wie sie z. B.
Napoleon und Alexander dem Großen zugeschrieben wird.
Die Forscher
sehen mit der Entdeckung dieser Mutation eine Chance, die Regulationsmechanismen
des Schlafs besser zu verstehen. Nach Aussage von He ist bekannt, „dass
das Gen ein Protein kodiert, das ein Transkriptions-Repressor ist“ und „dass
es den Repressor schwächer macht“. Unbekannt
ist aber noch, ob der Repressor direkt mit dem niedrigen Schlafbedürfnis
zusammenhängt oder ob das Protein als Teil eines größeren regulatorischen
Systems zu verstehen ist. So könnte das Gen nicht nur die Schlafdauer beeinflussen
sondern auch den „Wachheitstrieb“ (?!?)
Quelle: Welt-online vom 13.08.09
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