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Frühaufsteher haben bessere Noten als Langschläfer

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Das deutsche Schulsystem ist auf Frühaufsteher eingestellt und benachteiligt die sogenannten "Nachteulen".

Wenn es stimmt, dass zwei Drittel der Menschen zwischen der Pubertät und dem 30. Lebensjahr zu den „Nachteulen“ gehören, wie eine Studie des Instituts für Biologie der Universität Leipzig herausgefunden haben will, dann werden „Nachteulen“ und Langschläfer in der Schule erheblich benachteiligt.
Konsequenz ist, dass der größte Teil der Schüler etwas ab dem 12. Lebensjahr in den ersten beiden Schulstunden nicht richtig aufnahmebereit und leistungsfähig ist.

Die Befragung von 800 Schülern zwischen 10 und 18 Jahren und von 150 Studierenden zwischen 18 und 20 Jahren ergab einen deutlichen Zusammenhang zwischen Bio-Rhythmus und schulischem Erfolg: die Frühaufsteher zeigten eindeutig bessere Noten als die Langschläfer.

Der Leiter der Studie Prof. Christoph Randler wies darauf hin, dass die Frühaufsteher nicht intelligenter sind und mehr geübt hatten als die „Morgenmuffel“, sondern, dass sie vielmehr das Glück gehabt hatten, in den Stunden herausgefordert zu werden, in denen Sie munter waren.

Der Einwand, den Prof. Randler auch vom Kultusministerium zu hören bekam, die Schüler sollten doch einfach abends früher zu Bett gehen, ist nur teilweise richtig, denn gegen den eigenen Bio-Rhythmus anzugehen, funktioniert noch weniger, als sich zwanghaft wach zu halten, wie Prof. Randler ausführte.

Nach Aussage des Wissenschaftlers zeigt das Kultusministerium für den Zusammenhang zwischen biologischen-hormonellen Ursachen und der Tatsache, dass viele Jugendliche morgens nur mühsam in Gang kommen, wenig Interesse und sieht das Ganze nur als ein Disziplinierungsproblem.

Quelle:  Ärztezeitung.de vom 11.09.2006


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