Bei einem Besuch von einem Schreiner aus Österreich ist das Gespräch auf Mondholz gekommen und er hat uns gefragt, ob wir es honorieren würden, wenn er Mondholz für den Bettenbau verwenden würde. Mondholz ist Holz, dass nur an Tagen vor Neumond um die Zeit der Wintersonnenwende geschlagen wird. Das Mondholz soll weniger reißen, sich weniger verwerfen, widerstandsfähiger gegen Schädlinge und nur schwer entflammbar sein. Laut Erzählung des Schreiners wurde früher in Österreich das Mondholz sogar für den Bau von Kaminen verwendet.
Forschungsarbeiten der ETH Zürich bestätigen diesen Bericht: Für eine Untersuchung wurden 30 Fichten zu verschiedenen Mondphasen geschlagen, dann nach den Himmelsrichtungen zerlegt und anschließend auf das Trocknungsverhalten, auf die Dichte und auf die Druckfestigkeit verglichen. Es stellten sich deutliche Unterschiede heraus: Das Holz, dass bei zunehmenden und aufsteigenden Mond geschlagen wurde, hatte eine erheblich geringere Dichte und eine geringere Druckfestigkeit als das Holz, dass vor Neumond mit absteigender Mondbahn geschlagen wurde. Quelle: Ernst Zürcher, Schweizer Zeitschrift für Forstwesen 2003.
Inwieweit aber Mondholz für den Bau von Betten Vorteile bringen könnte (bis auf die Poesie) ist nicht klar, zumal sich das Holz unserer Betten nur in seltenen Ausnahmefällen verwirft.
Siehe auch im Glassar: Mondholz
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