Die bisherige Annahme, dass die Gedächtnisbildung
während des Träumens
in den sogenannten REM-Schlafphasen stattfindet, wurde von Wissenschaftlern der
Universitäten Basel und Lübeck widerlegt.
Ausgehend von der
Erfahrung das Antidepressiva den REM-Schlaf unterdrücken,
verabreichten Björn Rasch vom Institut für Molekulare Psychologie der
Uni Basel und Jan Born von der Universität Lübeck einer Gruppe von
jungen gesunden Männern ein Antidepressivum sowie einer Vergleichsgruppe
ein Placebo und überwachten dann den Schlaf in einem Schlaflabor. Die Versuchspersonen
mussten zuvor Wortpaare lernen sowie Hand- und Fingerübungen trainieren.
Nach
zwei Tagen wurde getestet, was die Versuchpersonen noch wussten. Zur Überraschung
der Forscher zeigte es sich, dass die Gruppe mit den Antidepressiva keine Probleme
mit ihrem Gedächtnis hatten, im Gegenteil, sie schnitten im motorischen
Test sogar besser als die Vergleichsgruppe mit dem Placebo ab.
Auch wenn der REM-Schlaf für
sich genommen nicht für die Gedächtnisbildung
notwendig ist, könnte es nach Angabe der Wissenschaftler durchaus sein,
das andere neurobiologische Prozesse, die den REM-Schlaf begleiten und nicht
von den Antidepressiva unterdrückt werden, für die nächtliche Gedächtnisbildung
verantwortlich sind.
Quelle: www.startblatt.net vom
17.12.2008
Kommentar: So wird hinsichtlich der Bedeutung des Schlafs
weiterhin im Dunkeln gestochert.
|