Der Zoologe Brian Preston und sein Team vom Max-Planck-Institut für evolutionäre
Anthropologie in Leipzig haben Datenbankeinträge über die Relation von Schlaflänge
und Parasitenbefall für verschiedene Säugetierarten abgefragt, z. B. für
Schafe, Igel, Affen, Seebären, Katzen, Füchse und Rinder.
Die Dauer der täglichen Schlafzeit liegt zwischen
4 Stunden bei den Rindern und 17 Stunden bei den Igeln.
Die Analyse ergab den klaren Trend, dass Tiere mit längeren
Schlafzeiten einen geringeren Parasitenbefall aufweisen als Tiere mit kürzeren
Schlafspannen.
Die Zoologen konnten diese Trendaussage auch mit Blutuntersuchungen untermauern,
denn je länger die Säugetiere schlafen, desto größer ist auch die Konzentration
der weißen Blutkörperchen.
Langer
Schlaf erhöht daher deutlich die Abwehrkraft, resümierten die Forscher und diese
Schlussfolgerung könnte auch Bedeutung für den Menschen haben.
Quelle: Spiegel.de vom 09.01.2009
|