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Sterben im Schlaf durch den Verlust von Gehirnzellen


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Wissenschafter der University of California glauben das Rätsel gelöst zu haben, warum manche Menschen im Schlaf einfach aufhören zu atmen. Sie gehen davon aus, dass ein geballter Verlust von Gehirnzellen in dem Bereich, der die Atmung kontrolliert, verantwortlich ist. Dadurch würde eine zentrale Schlaf-Apnoe (Atemstillstand) ausgelöst. Die Forscher glauben, dass viele derartige Todesfälle bei älteren Menschen fälschlicherweise als Herzversagen diagnostiziert werden. Die Details der Studie wurden in Nature Neuroscience (http://www.nature.com/neuro/index.html) veröffentlicht.

Zuvor hatten die Forscher eine Region des Hirnstammes, den so genannten preBötzinger Complex als für die Atmung bei Säugetieren entscheidend festgelegt. Sie identifizierten zusätzlich eine kleine Gruppe von Zellen in diesem Bereich, die für die Ausgabe der Kommandos verantwortlich ist. Für die aktuelle Studie wurde Ratten eine Substanz injiziert, die zum Absterben von mehr als der Hälfte dieser Zellen führte. Anschließend wurden die Atmungsmuster der Tiere überwacht. Als die Ratten in die REM-Phase des Schlafes gelangten, stoppte die Atmung völlig. Sie wurden in der Folge geschüttelt, damit sie aufwachten und begannen wieder zu atmen. Im Laufe der Zeit nahm die Schwere der Atmungsstörungen zu und sie dehnten sich auch auf andere Schlafphasen aus. Schließlich traten sie sogar bei wachen Tieren auf.

Der leitende Wissenschafter Jack Feldman erklärte, dass das Gehirn wahrscheinlich einen Verlust von bis zu 60 Prozent der preBötC Zellen ausgleichen kann. Der zunehmende Mangel an diesen Zellen könne zu einer Unterbrechung der Atmung während des Schlafes führen. "Es gibt keinen biologischen Grund für den Körper, diese Zellen über eine durchschnittliche Lebenserwartung hinaus, aufrechtzuerhalten. Daher regenerieren sie sich im Alter nicht mehr. Ihr Verlust führt zu einer größeren Anfälligkeit für eine zentrale Schlaf-Apnoe." Die Forscher gehen davon aus, dass diese Krankheit für ältere Menschen deren Herz und Lungen bereits geschwächt sind, ein besonderes Risiko darstellt. Es wird ebenfalls angenommen, dass vor allem Menschen in späten Stadien von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinsons besonders gefährdet sind. Diese Patienten leiden häufig unter Atmungsschwierigkeiten währen des Schlafes. Ihre Körper erreichen wahrscheinlich irgendwann einen Punkt, wo sie bei einem Atemstillstand nicht mehr wach werden können.

Quelle: pressetext.austria vom 08.08.05

 

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