Brigitte Steger unterscheidet in ihren Erkundungen ( „(Keine) Zeit zum Schlafen“, Münster 2004) drei verschiedene Schlafkulturen: das monophasische Schlafverhalten (Schlaf nur während der Nacht), so wie wir es in Deutschland halten, die Siesta-Schlafkultur (biphasicher Schlafrhythmus), die vor allem im Mittelmeerraum und in der Nähe des Äquators üblich ist und die Nickerchenkultur (polyphasisches Schlafverhalten), welche u. a. sehr ausgeprägt in Japan verbreitet ist.
In Japan heißt das Schlafen zwischendurch „inemuri“, was soviel bedeutet wie „anwesend sein und schlafen“. Das „inemuri“ ist in Japan in allen öffentlichen Bereichen zu finden und wird weitgehend toleriert: in der Schule, am Arbeitsplatz, im Parlament, in der U-Bahn, im Theater und im Konzert.
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