Ob Babys einen guten Schlaf und einen
gesunden Schlafrhythmus entwickeln, hängt ab von dem seelischen Zustand
der Mutter während der Schwangerschaft.
Wissenschaftler der Universität
von Michigan in Ann Arbor haben herausgefunden, dass Babys, deren Mütter
während der Schwangerschaft unter Depressionen
leiden, Schwierigkeiten haben, einen gesunden Schlafrhythmus zu entwickeln. Die
Kinder schlafen in den ersten sechs Monaten unruhig und unregelmäßig,
sie schlafen abends schlecht ein, wachen nachts oft auf und schlafen dafür
tagsüber häufiger ein als die Babys seelisch ausgeglichener Mütter.
Die
Leiterin der Untersuchung, Roesanne Armitage, untersuchte das Schlafmuster von
unter Depressionen leidenden Frauen in den letzten drei Monaten ihrer Schwangerschaft.
Anschließend wurde das Schlafmuster der Babys bis zum achten Lebensmonat
beobachtet. Als Vergleich diente eine Kontrollgruppe psychisch stabiler Mütter.
Es
zeigte sich, dass ein stabiler Schlaf- und Wachrhythmus, den die Kinder der gesunden
Mütter schon bald nach der Geburt entwickelten, sich bei den
Kindern der depressiven Mütter auch bis zum achten Monat nicht einstellte.
Frau
Armitage rät daher den Eltern, ihren Kindern von Anfang an den Rhythmus
von Tag und Nacht zu lehren. So sollten die Kinder tagsüber von viel Licht
umgeben sein. Es sollten feste Zeiten für Schlafens- und Aufweckzeiten eingehalten
werden und das Zubettgehen z. B. mit Einschlafritualen bedeutsam gemacht werden: „Die
Babys sollen allmählich lernen, dass man schläft, wenn es dunkel wird,
und wach ist, wenn es hell wird.“
Quelle: Focus online 07.09.2008
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