Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 20.01.06 von einer Forschergruppe,
die in einem Modellprojekt mit Fernfahrern zu der Erkenntnis gekommen ist, dass
ein kurzer Zwischenstopp mit einer zwanzigminütigen Schlafpause das beste
Mittel gegen den gefürchteten Sekundenschlaf am Steuer ist.
Die Verkehrsforscherin
Jana Rönicke vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) rät
dazu, dass
der Fahrer nach der Schlafpause außerdem noch ein paar Schritte gehen und
vielleicht einen Kaffee trinken sollte, um wieder fit zu werden.
Die üblichen Versuche gegen die Müdigkeit anzukämpfen,
z. B. sich durch heruntergekurbelte Fenster Frischluft einzuverleiben, laut
zu singen, sich zu kneifen oder das Autoradio laut aufzudrehen sind trügerisch
und meistens ohne Erfolg.
Wir stimmen den Ergebnissen dieser Untersuchung
zu, zumal sie nichts weiter als unsere eigene Erfahrung wiedergeben.
Wir fragen uns nur, warum diese durchaus bekannte und verbreitete
Erfahrung, die auch dem gesunden Menschenverstand entspringt,
nun als wissenschaftliches Erkenntnis hervorgebracht wird.
Gab es bei den Wissenschaftlern vielleicht noch Zweifel, dass nur der Schlaf
gegen Müdigkeit
helfen kann?
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