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Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen
wirksamer als Schlaftabletten!


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Chronische Schlafstörungen lassen sich nicht dauerhaft mit Tabletten behandeln, da die Wirkung des Schlafmittels mit der Zeit nachlässt und die Tabletten außerdem nicht dauerverträglich sind.

Eine norwegische Studie hat nun gezeigt, dass verhaltenstherapeutische Maßnahmen mehr Tiefschlaf bewirken  können als chemische Schlafmittel. Das verwendete Schlafmittel (mit dem Wirkstoff Zopiclon) verlor bereits nach 6 Wochen seine Wirksamkeit, während die  angewandte Verhaltenstherapie noch nach einem halben Jahr erfolgreich war.

Die Verhaltenstherapie bestand in einer sechs Wochen langen einmal wöchentlichen einstündigen Sitzung, bei der u. a. Entspannungstechniken gelehrt wurden. Außerdem wurde über „Schlafhygiene“ informiert, über die Bedeutung der Lebensführung und die Einhaltung strikter Schlafrhythmen.

Die Teilnehmer der Studie wurden in drei Behandlungsgruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhielt Tabletten mit dem Wirkstoff Zopiclon, der zweiten Gruppe wurden Placebotabletten gegeben und die dritte Gruppe nahm an der Verhaltenstherapie teil.

Durch die Verhaltenstherapie ließ sich die Wachzeit innerhalb von 6 Wochen um die Hälfte verringern. Die Gruppe mit dem „wirkungslosen“ Medikament schnitt mit der Reduzierung der Wachzeit um  16 % erstaunlicherweise noch besser ab als die Gruppe mit dem Schlafmittel, bei der sich die Wachzeit nur um 4 % verringert hatte!

Quelle: FAZ vom 19.07.2006

 

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